Rund um die Burg 2018

LESUNGEN, DISKUSSIONEN & EIN KONZERT

am 4. und 5. Mai  – diesmal in der Almhütte neben dem Burgtheater

Das beliebte Literaturfestival Rund um die Burg steht 2018 unter dem Motto „Heimat“. Denn obwohl geradezu inflationär über Heimat gesprochen wird, versteht darunter niemand dasselbe. Die einen glauben, die Heimat schützen zu müssen, andere wiederum müssen ihre Heimat verlassen, weil sie um ihr Leben fürchten. Für viele ist Wien längst zur neuen Heimat geworden. Erstmals wird neben dem Burgtheater statt eines Zelts eine 100 Quadratmeter große Almhütte aufgebaut – als Zeichen dafür, dass viele hierzulande noch immer blaue Seen und Gletscher als Synonym von Heimat betrachten.

Die lesenden Autorinnen und Autoren sind demzufolge sehr vielfältig: Der für seine kritischen Stücke & Drehbücher über Österreich berühmte Autor Felix Mitterer stellt – gerade 70 geworden – seine Autobiografie „Mein Lebenslauf“ vor, Eva Rossmann machte aus dem neuen Patriotismus einen Krimi – „Die Patrioten“ und Niki Glattauer stolpert in seinem Roman über eine überforderte Lehrerin – „Das Ende der Kreidezeit“ – durch die Wirrnisse der digitalen Welt.

Eröffnen wird das Festival am Freitag um 16 Uhr von Zib-Star Tarek Leitner und Westlicht-Chef Peter Köln. Sie haben gemeinsam ein Buch über die Hinterlassenschaft zweier Frauen im Waldviertel, deren Haus Coeln gekauft hatte, veröffentlicht: In „Hilde & Gretl“ unternehmen sie mit den vorgefundenen Engerln, Notizen und Kleidungsstücken eine Zeitreise in das Österreich vor der Digitalisierung. Um 17 Uhr gibt dann Petra Piuk eine „Anleitung zum Heimatroman“ – wie ihr Roman „Toni und Moni“ im Untertitel lautet.

Zur Prime Time, um 20 Uhr, spielt der Philosoph mit der Gitarre, der NINO AUS WIEN, ein Wohnzimmerkonzert. Der „Bob Dylan vom Praterstern“ (Falter) ist seit gut 10 Jahren fixer Bestandteil der Wiener Liedermacherszene.

Beiträge zum Thema Heimat liefern auch die Schriftstellerin Bettina Balàka – sie schrieb über Heldinnen der Frauenbewegung – und der Satiriker Robert Sommer, der sich die grotesken Seiten unserer Heimat vornimmt. Und die Philosophin Lisz Hirn, die auch schon mit bildungsfernen Jugendlichen im 15. Bezirk gearbeitet hat, wird über Heimat in der Philosophie diskutieren. Weitere auftretende Autorinnen und Autoren sind: Antonio Fian („Mach es wie die Eieruhr), Michael Schmid („Biedermeier in Wien“), Andreas Pittler („Wiener Auferstehung“), Livia Klingl („Der Lügenpresser“), Georg Biron („Buchstabensuppe“), Andreas Weigl/Alfred Pfoser („Die wahre Stunde Null“) und Ljuba Arnautovic („Im Verborgenen“). Am Samstag vor Mitternacht lädt das Vormagazin die Gewinner des Grätzelkurzkrimi-Literaturwettbewerbs zu einer Kriminacht-Lesung.

Rund um die Burg macht Programm von Freitag, 4. Mai (16 bis 24 Uhr) bis Samstag, 5. Mai (10 bis 12 Uhr). Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, die Buchhandlung Buchkontor ist vor Ort, vor der Almhütte gibt es Liegestühle zum Entspannen.

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